Weißt du, was mich manchmal selbst noch ein bisschen schmunzeln lässt? Dass ausgerechnet Corona der Grund war, der mich endgültig zum Podcasten gebracht hat.
Ja, ich habe im April 2020 gestartet – mitten in der Pandemie, mitten in der Schließung meiner Praxis Herzensglanz. Aber der eigentliche Grund war: Ich hatte endlich Zeit für etwas, das ich mir schon sehr sehr lange vorgenommen hatte.
Meine Yoga-Teilnehmerinnen hatten mich immer wieder gebeten, die Meditationen und Visualisierungen, die wir gemeinsam in der Stunde gemacht hatten, aufzunehmen. Sätze wie: „Damit wir das auch zu Hause hören und entspannen können.“ oder: „Wir finden deine Stimme so angenehm. Sie holt uns einfach ab.“
Das hat mich zunächst ein bisschen überrascht. Ich hatte nie bewusst an meiner Stimme gearbeitet. Aber wenn Menschen sagen, dass sie durch deine Stimme runterfahren, wieder bei sich ankommen – dann nimmst du dir das zu Herzen. Und nimmst das Mikrofon in die Hand. Gesagt – getan!
Von den Meditationen zu den 4 inneren Anteilen
Sechs Jahre später, zum 1. Mai 2026 – dem 14. Jubiläum meiner Praxis – habe ich meinen Podcast neu gestartet.
Einen echten Relaunch.
Diesmal mit einem klaren Thema:
die 4 inneren Anteile.
In meiner Praxisarbeit nehmen sie schon lange einen großen Raum ein. Es gibt ein Kartenset dazu, Workshops, den Balance & Flow Tag. Und doch hatte ich das Gefühl: Diese vier inneren Damen – diese vier Anteile, die in uns allen wohnen – sind da draußen noch nicht so bekannt, wie sie es verdienen.
Der Podcast ist für mich die perfekte Art, das zu ändern. Denn er gibt meinen Hörerinnen gleichzeitig beides: Wissen und meine Stimme. Sie lernen die inneren Anteile kennen – und nebenbei lernen sie auch mich kennen.
🌟Wie ich denke
🌟wie ich spreche
🌟wie ich ticke.
Ja, ich hatte Zweifel. Natürlich.
Podcasts gibt es schon unendlich viele. Das weiß ich und ich habe lange darüber nachgedacht, wirklich nochmals zu starten.
Aber dann merkte ich: Für das Thema innere Anteile, für diese Archetypen, die ich in meiner Arbeit nutze, gibt es noch gar kein so großes Feld. Zumindest nicht so umgesetzt, wie ich es mir vorstelle – praxisnah, leicht verständlich, alltagstauglich und mit ein bisschen Glitzer!
Und noch etwas hat mir geholfen: Ich liebe Podcasts selbst. Ich brauche kein Bild. Mir reicht die Stimme eines Menschen, um mich wirklich verbunden zu fühlen. Und ehrlich gesagt ist Audio auch für mich als Autorin deutlich einfacher – ich kann jederzeit und überall aufnehmen, ohne gestylt sein zu müssen. Das mag vielleicht banal klingen, aber wenn man weiß, wie hoch die eigenen Ansprüche vor der Kamera sind… dann ist das ein echter Vorteil. 😊
Was ich durch den Podcast über mich gelernt habe
Das hätte ich nicht erwartet: Der Podcast hat mich selbst am meisten gefordert – und beschenkt.
Denn mit jedem Element, das ich gestaltet habe – Cover, Titel, Episodenbeschreibungen, Social-Media-Auftritte –, musste ich mich fragen:
🌟Wie präsentiere ich mich nach außen?
🌟 Was möchte ich von mir zeigen?
🌟Wie fühlt sich das für mich richtig an?*
Ich habe dabei immer wieder die Variante gewählt, die sich am stimmigsten für mich angefühlt hat. Auch wenn es manchmal Empfehlungen und Strategien gab, die in eine andere Richtung zeigten. Ich wollte voll und ganz hinter meinem Podcast stehen.
Und dann ist da noch etwas, das mich anfangs mehr beschäftigt hat, als ich zugegeben hätte: Ich lebe in einem kleinen Ort westlich von Augsburg. Rund 1.400 Einwohner. Man kennt sich und wenn man plötzlich „öffentlich hörbar“ wird und das am Sportplatz mitbekommt, in Gesprächen, in Reaktionen… dann braucht man eine innere Stärke.
In solchen Momenten merke ich, wie sehr ich selbst das brauche, was ich anderen mitgeben möchte: Bodenhaftung – sich in der eigenen Größe spüren – ganz egal, was das Drumherum dazu meint.
Vielleicht hat es deshalb auch ein paar Jahre gedauert, bis der Relaunch wirklich kam. Diese innere Bereitschaft, mit dem Thema „Deine 4 innere Anteile“ voll und ganz in die Öffentlichkeit zu gehen, musste erst in mir wachsen.
Was der Podcast bewirkt – und was ich mir wünsche
Fünf neue Episoden seit dem Relaunch. Ich weiß selbst: Podcasten ist kein Sprint, das ist der allererste Schritt eines Marathons. Und genau so betrachte ich es auch. Dranbleiben!
Was ich jetzt schon spüre: Wenn Newsletter-Leserinnen auf die Podcast-Seite wechseln und in die Episoden reinhören – das freut mich jedes Mal wirklich total.
Denn ich weiß, was das bedeutet.:Es vertieft die Verbindung zwischen mir und der Hörerin.
Es baut Vertrauen auf. Und das ist kein kleines Ding – das ist die Grundlage für alles Weitere.
Mein Wunsch für die kommenden Episoden, Monate, vielleicht Jahre? Dass der Podcast ein Türöffner wird – für mehr Online-Arbeit, für mehr örtliche Flexibilität, und dafür, dass Menschen auch aus der weiteren Welt zu mir finden. Mein näheres Umfeld schätze ich sehr und aus vollem Herzen – und gleichzeitig darf es gerne noch ein bisschen weiter werden.
Reaktionen, die mich berühren
Vor Kurzem hat mir jemand erzählt: Sie hört meinen Podcast auf dem Heimweg von der Arbeit. Nicht auf dem Weg zur Arbeit, da braucht sie Schwung – nur auf dem Heimweg. Um sich zu erden, um den Stress loszulassen und wieder bei sich anzukommen, bevor sie zu Hause ankommt.
„Nach 30 Minuten Autofahrt bin ich eine andere. Gestärkt! Bereit für das, was mich zuhause mit all den bunten Herausforderungen erwartet.“
Ein weiteres Feeback war, dass man wirklich hört und spürt, dass ich mir
ganz viel Mühe mache um wirklich mit meiner Stimme anzudocken und gleichzeitig nicht so säuselnd und singend zu klingen.
Beide Rückmeldungen haben mich sehr berührt. Weil es genau das ist, was ich mir erhofft hatte und meine Intention war – und weil es zeigt, wie viel in einer Stimme stecken kann.
Deshalb hier noch eine Bitte von mir. Gebt mir eine Rückmeldung zu den Episoden. Ich sitze allein in meinem Raum und quatsche in das Mikrofon, ohne zu wissen, wie es ankommt und was ich besser machen könnte. Ich bin für jede Reaktion sehr dankbar.
Warum der Podcast bleibt – und was er mir bedeutet
Ich bin ein visueller Mensch. Deshalb arbeite ich mit den vier inneren Anteilen auch als Figuren bei Aufstellungen, als Bilder in der Maltherapie. Die Liebende – die Königin – die Kriegerin – die Magierin. Wenn ich nun irgendwo eine wunderschöne Rose sehe, denkt ein Teil in mir: „Ah, da ist meine innere Liebende. Denk daran, auch für dich ein bisschen Liebe zu haben.“
Dieser kleine innere Switch – ausgelöst durch ein Bild, durch eine Blume, durch eine Satz – das ist es, was ich mit dem Podcast anbieten möchte. Nicht belehren oder schlau wirken, sondern mein Gegenüber erinnern. Sanft zurückbringen zu dem, was wir alle vielleicht schon wissen, aber in der Eile des Alltags vergessen.
Dieser Artikel entstand durch den wunderbaren Impuls der Blogparade von Barbara Riedl-Wiesinger und Dagmar Recklies und ihrem Micro Audio Symposium. Die Gedanken dazu haben sich über ein paar Tage entfaltet – und es war eine richtig gute Zeit des Nachdenkens und Sortierens. ♥️lichen Danke dafür.
Wenn du neugierig geworden bist: Schau gerne auf meiner Podcast-Seite vorbei und hör mal rein.
Vielleicht auf dem nächsten Heimweg. 😊
Schön, wenn ich dich mit meiner Stimme berühren darf –
liche Grüße
Marion Lauter
psych. Heilpraktikerin
www.Herzensglanz.de
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Liebe Marion!
Von Herzen danke für deine Teilnahme an unserer Blogparade und für diesen sehr persönlichen Einblick in deine Podcast-Geschichte.
Es ist schön zu lesen, wie aus einer besonderen Zeit heraus etwas entstanden ist, das heute so viel Verbindung schafft. Besonders berührt hat mich, wie ehrlich du auch von deinen Zweifeln, deiner inneren Bereitschaft und dem Schritt in die Sichtbarkeit erzählst.
Dein Beitrag zeigt wunderbar, wie viel Kraft in Audio stecken kann. Wie du damit Menschen wirklich erreichst, beruhigst und stärkst.
Danke, dass du deine Gedanken, deinen Weg und deine Herzensarbeit mit uns geteilt hast. Schön, dass du bei der Blogparade dabei bist!
Liebe Grüße
Barbara