Manchmal reicht ein Gedanke, ein Ort oder ein einziger Satz an der Wand, um wieder bei sich anzukommen.
Für diese Blogparade habe ich mir Zeit genommen und hin gespürt:
Was gibt mir wirklich Kraft, im ganz normalen Alltag?
Nicht die große Auszeit, nicht der perfekte Plan – sondern die kleinen, oft unscheinbaren Dinge, die sich über die Jahre integriert haben und die ich heute nicht mehr missen möchte.
10 kleine Dinge möchte ich heute – im Rahmen der Blogparade – mit dir teilen.
Table of Contents
Toggle1. Mein Morgengebet, noch bevor ich aus dem Bett steige 🙏
Jeden Morgen, bevor ich aufstehe, bitte ich um Schutz und Führung. Für mich selbst, für meine ganze Familie und all die anderen, die mir wichtig sind. Ich sende diesen Gedanken an die Dreifaltigkeit, an die Mutter Gottes und die Engel. Dazu bitte ich noch um Begleitung für meine Termine und Vorhaben an diesem Tag – und wenn ich weiß, dass in meiner Familie etwas Größeres ansteht, eine Prüfung, eine Urlaubsfahrt oder irgendetwas anderes Wichtiges, schicke ich auch dafür gute Energie los.
Ich nenne mich absichtlich zuerst in meiner Aufzählung, damit ich positiv in den Tag starte und für meine Lieben mit Energie und Gelassenheit da sein kann.
Dieses Ritual gehört jeden Morgen zu mir, bevor ich aus dem Bett steige. Nur am Wochenende schicke ich diese Gedanken meist erst im Laufe des Tages, weil da einfach ein anderer Rhythmus regiert.
2. Das bewusste Einchecken bei mir selbst 📍
Während des Tages verbinde ich mich immer wieder ganz bewusst mit mir. Ich checke quasi ein: Was ist gerade los? Wo bin ich gerade mit meinen Gedanken? Dieser kurze Moment holt mich zurück ins Hier und Jetzt, mitten aus dem Trubel heraus. So fällt es mir leichter im Fokus zu bleiben.
3. Mein Motto: AUFRICHTEN - DURCHATMEN - ERDEN
Wenn mein Kopf voll ist, erinnere ich mich an mein Motto, das ich an jede Podcast-Folge und jeden Newsletter anhänge: AUFRICHTEN – DURCHATMEN – ERDEN. Ich verbinde mich bewusst nach unten zu meinen Füßen, richte mich in meiner ganzen Größe auf und atme tief und bewusst durch. Genau in diesem Moment komme ich wieder im Jetzt an und kann gezielt entscheiden, welchem Gedanken oder Thema ich mich als Nächstes zuwenden möchte.
4. Die Steintreppen an unserem Bach 💦
Wenn es in meinem Kopf sehr trubelig ist, setze ich mich gern auf die Steintreppen in unserem Garten, die zu unserem kleinen Bach führen. Es ist für mich ein Ritual geworden, gedanklich all die Dinge, die mir im Kopf herumtrudeln, einfach ins Wasser zu geben – Gedanke für Gedanke, und das Wasser spült sie weg. Außerdem beruhigt es meinen Geist, dem Glucksen des Wassers im Bach zuzuhören, dies ich kaum in Worte fassen kann. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Möglichkeit direkt in unserem Garten habe.
5. Meine Zeder – mein Kraftbaum 🌲
In unserem Garten steht auch eine wunderbare, unglaublich große Zeder. Wenn ich mich unter sie setze und mich an ihren Stamm anlehne – wenn das Wetter mitspielt –, kann ich erstaunlich schnell runterfahren und neue Kraft auftanken. Sie ist mein Kraftbaum.
6. Meine 20 Minuten am Morgen, nur für mich 🧘
Eine Yoga-Einheit, eine geführte oder stille Meditation, eine Karte aus meinem Karten-Deck „Seelen-Balance“ ziehen und mich in Bild und Text vertiefen und hineinspüren – diese Zeit am Morgen möchte ich nicht mehr missen. Dieses bewusste Sammeln meiner Energie und die Ausrichtung für den Tag, unterstützt mich dabei, in meiner Tätigkeit in der Praxis oder im normalen Wahnsinn des Alltags in der Ruhe und im Fokus zu bleiben.
7. Unser Wohnmobil 🚐
Unser Wohnmobil schenkt uns die Möglichkeit, ganz spontan unsere sieben Sachen zu packen und loszufahren – mal von Freitagabend bis Sonntagabend raus aus dem Alltag, in einer anderen Umgebung, mit neuen Eindrücken. Mit dem Rad unterwegs, in den Bergen wandern, in einem See schwimmen – diese Flexibilität und diese Freiheit sind für mich unbezahlbar.
Es ist ein wunderbares Gefühl seine liebsten Dinge immer dabei zu haben, wie in einem kleinen Schneckenhaus.
8. Kurze Auszeiten als Tipp ⏰
Wenn eine Freundin mich fragt, was ihr wieder mehr innere Stärke schenken könnte, sage ich auf jeden Fall: Der Game-Changer sind kurze Auszeiten im Alltag. Sich bewusst fünf Minuten hinsetzen und tief durchatmen, den Handy-Wecker dafür stellen. Oder ein schwungvolles Lieblingslied auflegen und durch die Wohnung tanzen – das bringt Lebensfreude und neue Kraft. Barfuß im Gras gehen, sich bewusst über die Fußsohlen erden, Energie von Mutter Erde aufnehmen – auch das reicht für fünf Minuten, um sich aufzutanken.
9. Der Zettel „Es ist möglich!" an meiner Wand 💻
Links von meinem Laptop-Bildschirm hängt ein von mir selbst gemaltes Blatt an der Wand mit den Worten: „Es ist möglich!“ Bunt, auffällig, kaum zu übersehen – auch andere Menschen in meiner Praxis haben es schon bemerkt. Jedes Mal, wenn ich ins Zweifeln komme oder das Gefühl habe, all die Aufgaben und To-dos rennen mich um, fällt mein Blick darauf. Und es motiviert mich, dranzubleiben.
10. Menschen um mich, denen ich vertraue 💖
Und dann ist da noch etwas, das größer ist als jedes Ritual: die Menschen an meiner Seite. Meine Familie, meine Freunde – einfach von ihnen umgeben zu sein, stärkt mich auf eine Weise, die ich kaum erklären kann. Es ist dieses Gefühl, gehalten zu sein.
Es macht einen Unterschied, ob eine Beziehung ein echtes Geben und Nehmen ist. Ob Vertrauen da ist und Verlass. Ob ich weiß: Hilfe und Unterstützung sind nicht weit, sie sind ganz in meiner Nähe, sobald ich sie brauche. Genau dieses Wissen trägt mich durch Tage, an denen ich selbst gerade wenig Kraft habe. Und es erinnert mich daran, dass ich nicht alles allein tragen muss – und auch nicht allein tragen soll.
Das sind sie also, meine zehn kleinen Dinge. Schon erstaunlich, was einem alles in den Kopf kommt, wenn man die Gedanken mal schweifen lässt. Danke für den Impuls von Grit Schönherr von 365mentalfit.
Kein großes Programm, kein perfekter Plan – nur Rituale, Orte, Sätze und Menschen, die sich über die Jahre etabliert haben und die mich tragen.
Ich bin gespannt, welche kleinen Kraftquellen du in deinem Alltag entdeckst, wenn du selbst einmal innehältst und hin spürst.
Schreibe mir deine Kraftspender in die Kommentare! Ich bin sehr neugierig!
🩷liche Grüße Marion Lauter
psych. Heilpraktikerin
Hallo Marion
Vielen lieben Dank, dass du an meiner Blogparade teilgenommen hast. Und auch vielen Dank für deine kleinen Dinge, die dich innerlich stark machen. Eine sehr schöne Sammlung.
Bei jedem einzelnen Punkt spürt man direkt, dass es dich stärkt. Es sind ehrliche Worte. Bei dir ist auch die Natur dabei: die Steintreppe und dein Zeder. Genau wie es bei mir die Milane und die Berge sind 🙂
Jeder hat seine persönlichen „Starkmacher“. Und das ist gut so.
Alles Gute & liebe Grüße, Grit
PS: Falls du noch jemand kennst, der gerne auch seine 10 kleinen Dinge mit uns teilen möchte… Gerne weitererzählen.